Freitag, 18. September 2015

Ein weiterer Wissenschaftsdurchbruch kommt aus Deutschland, und zwar aus Leipzig, vom Max Planck-Institut.

Ein weiterer Wissenschaftsdurchbruch kommt aus Deutschland, und zwar aus Leipzig, vom Max Planck-Institut. Hatte man dort vor einigen Jahren das Genom des Neandertalers sequenziert aus der DNA alter Knochen, die bis zu 100.000 Jahre alt sein konnten, hat man nun DNA aus alten Knochen sequenziert, die 300.000 Jahre alt sind, und die Vorfahren der Neandertaler und der Denisova-Menschen in Spanien gehörten. Auch sie gehören - wie die Neandertaler - nicht zu unseren direkten Vorfahren, die vor 300.000 Jahren stattdessen noch in Ostafrika lebten. 

http://www.sciencemag.org/content/349/6254/1270.1.full

Inuit sind genetisch an eine ganz andere Fettverdauung angepasst als wir Europäer oder Asiaten.

Inuit sind genetisch an eine ganz andere Fettverdauung angepasst als wir Europäer oder Asiaten. Sie haben fast zu 100 % dafür eine kodierende Genvariante, die bei uns Europäern fast gar nicht vorhanden ist und bei Ostasiaten höchstens zu 20 %. (Soviel einmal erneut zu "Lewontins Fehlschluß" im Sinne von Multikulti-Propaganda, nach der nur durchschnittlich 15 % der genetischen Unterschiede zwischen Menschen zugleich Unterschiede zwischen Völker und Rassen wären. Nein, im kodierenden Genom kann es sich auch wie hier um: 100 % handeln.)

Da immer mehr solche genetischen Anpassungen von Völkern an die natürlichen und kulturellen Lebensbedingungen bekannt werden, unter denen Völker leben, sagen Genetiker neuerdings, dass wir künftig eine auf unser persönliches Genom zugeschnittene Ernährungsberatung brauchen.

Man könnte aber auch fragen, welchen Sinn es machen soll, Menschen aller Erdteile in allen Erdteilen miteinander zu vermischen in den gegenwärtig beworbenen multikulturellen Gesellschaften, obwohl sie doch jeweils genetisch ganz spezifisch an die örtlich vorliegenden Lebensweisen angepasst sind.

Die Eliten der Völker der heutigen Nordhalbkugel zerstören Völker, haben aber keine sinnvollen Vorstellungen darüber, welche genetischen Neuanpassungen sie an die Stelle dieser zerstörten Völker setzen wollen.

Dabei kann aus Sicht der Wissenschaft inzwischen sehr wohl darüber nachgedacht werden, in welche Richtung sich die genetische Evolution jedes einzelnen Volkes sinnvollerweise bewegen sollte dadurch, dass die einen Menschen in diesen Völkern mehr, die anderen weniger Kinder haben. Darüber hat man sich in der naturwissenschaftsnahen Sozialdemokratie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weltweit sehr viele sinnvolle Gedanken gemacht, an die angeknüpft werden sollte. 
 
http://news.sciencemag.org/biology/2015/09/fish-oil-good-you-depends-your-dna
http://news.sciencemag.org/biology/2015/09/fish-oil-good-you-depends-your-dna

Zahlreiche bedeutende russische Schriftsteller (u.a.

Zahlreiche bedeutende russische Schriftsteller (u.a. Tolstoi, Solschenitsyn) haben von dem stolzen Bergvolk der Tschetschen im Kaukasus und ihrem großen Mut selbst unter widrigsten Umständen mit großer Bewunderung geschrieben. Wer die beiden grausamen, bestialischen Völkermord-Kriege Jelsin's und Putin's gegen Tschetschenien genauer verfolgt hat, bei der die Hauptstadt Grosny so zerstört wurde wie 1945 Dresden, konnte diese Bewunderung nur teilen. (Und kann über Völkermörder wie Putin und jener westlichen Öffentlichkeit, die nur lauwarm gegen diesen Völkermord protestierte, nur mit der allergrößten Verachtung urteilen.) 

Das Volk der Tschetschenen gilt unter Historikern nach seiner Sprache und Kultur als ein seit Jahrtausenden in genetische Kontinuität im Kaukasus lebendes, einheimisches Volk. Ebenso die angrenzend lebenden Bergvölker. Und genau diese Tatsache wird gerade durch eine neue genetische Studie an Völkerschaften Dagestans, die traditionell in enger Beziehung zu den Tschetschenen leben, äußerst eindrucksvoll unterstrichen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Dagestan

Donnerstag, 10. September 2015

Ein nach jeder Richtung sensationeller Fund aus Südafrika wird soeben bekannt.

Ein nach jeder Richtung sensationeller Fund aus Südafrika wird soeben bekannt.

Die beiden Grafiken im "Spiegel" passen allerdings gar nicht zum Text. Es scheint doch offensichtlich, dass es sich hier entweder um eine Vormenschenart im Formenumfeld von Australopithecus, bestenfalls früher Homo habilis handelt. Und das war doch alles lange vor Homo erectus, wird also mit Auswanderungen aus Afrika zunächst nur vergleichsweise wenig zu tun haben, da Funde solcher Zeitstellung (früher als 2,5 Millionen Jahre) außerhalb Afrikas gar nicht bekannt sind.

Aber noch viel spannender als das äußere Erscheinungsbild scheint mir doch die Erkenntnis zu sein, dass schon Vormenschen der Formengruppe des Homo habilis oder gar des Australopithecus BEWUSSTE GRABLEGUNG betrieben haben!!!!
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/homo-naledi-forscher-entdecken-neue-menschenart-a-1052250.html

Sonntag, 30. August 2015

Soeben entdecke ich, dass in dem inzwischen sehr umfangreich erweiterten und darum sehr informativen...

Soeben entdecke ich, dass in dem inzwischen sehr umfangreich erweiterten und darum sehr informativen Wikipedia-Artikel "Linearbandkeramische Kultur" unter "Weblinks" auch mein Blogbeitrag aus dem Jahr 2009 "Die weltgeschichtliche Bedeutung der bandkeramischen Kultur" verlinkt ist.

Nun, das freut einen doch. Schließlich werden es nicht die Dümmsten gewesen sein, die diese Verlinkung dort hingesetzt haben! :)
https://de.wikipedia.org/wiki/Linearbandkeramische_Kultur

Die evolutionäre Religionswissenschaft erforscht die Theorie der "moralisierenden Götter".

Die evolutionäre Religionswissenschaft erforscht die Theorie der "moralisierenden Götter". An dieser Theorie wird viel Wahres dran sein. Sie kann aber nicht erklären, warum "moralisierende Götter" in solchen Hochkulturen wie der griechischen Demokratie oder der römische Republik eine doch vergleichsweise geringe Rolle gespielt haben.

Es sei erinnert an die Aussage des Tacitus über die heidnischen Germanen, dass bei ihnen gute Sitten mehr bewirken würden als anderswo gute Gesetze. (Wobei er an gute Religionsbücher übrigens noch gar nicht gedacht hat und denken konnte.)

Moralisierende Götter werden also wohl vor allem solche Völker brauchen, in denen Kooperation durch gute Sitten allein nicht hergestellt werden kann. Also solche Völker, in denen Selbstbeherrschung und Selbstbestimmtheit des einzelnen kein Wert ist und nicht durch die vorherrschende Kultur gefördert wird.

Eine Steigerungsform der Religionen mit "moralisierenden Göttern" ist ja die die (Assmann'sche) mosaische Unterscheidung  zwischen Wahr und Falsch. Jene Religionen hatten Erfolg, die Behauptungen von ihren Gottvorstellungen aufstellten mit einer Sicherheit, als würde es sich dabei um wissenschaftliche Tatsachen handeln.

Noch der römische Historiker Tacitus z.B. wandte sich von solchen Formen der Religion geradezu mit Ekel und völligem Unverständnis ab. Das war die normale damalige emotionale Reaktion auf solche Form der Religiosität. Sie wurde in Europa aber dann erst wieder üblich mit Friedrich Nietzsche.

Solche "mosaischen" Behauptungen jedenfalls stellten die mythischen Vorgängerreligionen in einer solchen Vehemenz ja nie auf. Und nicht wissenschaftlich und philosophisch gebildete Völker wussten einer solchen Behauptung mittelfristig nichts Nachhaltiges entgegenzusetzen.

Die Folge war das Mittelalter, das in den hintergründigen Machtstrukturen der heutigen Zeit noch geradezu überschwenglich lebendig fortlebt.

In unserer heutigen Zeit sollten wir nicht - oft geradezu hilflos - nach einem "moralisierenden Gott" suchen. Sondern wieder danach streben, dass bei uns gute Sitten mehr bewirken als anderswo gute Gesetze. - - -

Der Buchtitel aus 2013 aber, auf den sich dieser Artikel bezieht, deutet einen weiteren und neutraleren Erkenntnishorizont an als der Artikel selbst, lautet er doch "Big Gods - How Religion Transformed Cooperation and Conflict". Wie Religion also Kooperation und Konflikte VERÄNDERTE. Sprich: nicht unbedingt nur in ihrer Qualität verbesserte.
http://www.sciencemag.org/content/349/6251/918.full